Das Beste – Klettern bei Kaiserwetter

An diesem Sonntag haben wir Maus und Tastatur zur Seite gelegt und unser angestammtes Metier aus Servern, Netzwerken und Virtual Desktops verlassen. Statt dessen standen Kamine, Verschneidungen und Risse im Fokus, zu bezwingen mit Seil und Klettergurt.

Kletterturm wird Tradition

Bereits zum vierten Mal war integrate-it mit einem Kletterturm auf dem Sommerfest der Berliner Stadtmission  “Das Beste” vertreten. Direkt nach dem Ende des Eröffnungsgottesdienstes bildeten sich Schlagen kletterwilliger Kinder aller Altersklassen. Wäre das Wetter nicht so milde und sonnig gewesen, wir hätten uns vermutlich wie am Hillary Step des Mount Everest gefühlt. Auch dort bilden sich an schönen Tagen Schlagen ungeduldig wartender Alpinisten, die mit den Hufen scharren. So groß war zeitweilig die Ungeduld.

Aber da die leuchtenden Augen nach der geschafften Route oder auch nur der zusätzlich geschaffte Griff in der Route immer wieder ein toller Ansporn sind, haben wir alles gegeben: Durchgehend an drei Routen eingebunden, gesichert, unterstützt und motiviert. So kamen  möglichst alle auf ihre Kosten.
Die Mischung war kunterbunt, von 4 bis 50 Jahre, aus fast allen Kontinenten, Mädchen und Jungs, Flüchtlingskinder, kalifornische Touristen oder Berliner Locals. Echte kleine Klettertalente und weniger sportliche, die trotzdem immer bemüht waren das Beste zu geben.

Wildes Klettern

Fast noch bunter war die Mischung der Fußbekleidung, mit der die Wände in Angriff genommen wurden. So war außer Kletterschuhen eigentlich alles vertreten: Gehören Turnschuhe, Sandalen oder Crocs schon eher zum normalen Equipment, waren diesmal auch Hausschlappen, Lack-Ballerinas und Flip-Flops aller Art vertreten. Besonders beeindruckt hat uns dabei eine junge Kletterin die kurz vor dem Ende unbedingt noch die schwere Kaminroute klettern wollte. Wir haben ihr noch gezeigt, wie man in Kaminen oder Verschneidungen durch Ausspreizen Kraft sparen kann, dann ging es los. Sie war in der Route mit unglaublicher Beharrlichkeit unterwegs und hat sich letztlich erfolgreich durchgekämpft. Und das ganze in orangen Flip-Flops, bei denen man schon vom hinsehen aus der Wand fällt!

Nach über sechs Stunden Sichern und Einbinden waren dann die Finger schwarz und die Arme schwer. Aber wir hatten alle viel Spaß und freuen uns schon die Wiederholung im nächsten Jahr.!