27. Dezember 2019 
Marc Wilhelmi 

IT-Moni­to­ring Teil 3: Nach der Pflicht kommt die Kür.

Als i‑Tüpfelchen im Moni­to­ring kommen dann Abläufe, die nicht kritisch sind, aber das Leben der Anwender verbessern.

Ein Beispiel: Ist der Toner im Drucker leer, ist das an sich kein Bein­bruch, man nimmt einfach einen anderen Drucker, oder?
Das bedeutet für den Anwender zurück an den Rechner, einen anderen Drucker auswählen, Druckjob neu losschi­cken und zum anderen Drucker laufen. Ok, eben kein Bein­bruch, aber auch nicht die Lieb­lings­be­schäf­ti­gung der Anwender, beson­ders wenn man den Ausdruck schnell braucht.
Und wenn der Toner getauscht wurde, legt uns ein Kollege die jetzt nutz­losen Ausdrucke mit einem Augen­rollen auf den Schreibtisch.

Und die IT-Sicht? Der Toner ist leer, der Anwender genervt, Anruf, Austausch sofort! Auch für den Support ist der Toner­tausch kein Bein­bruch, aber er sollte möglichst sofort passieren, denn sonst trifft es noch mehr Anwender. Aber gerade jetzt passt es über­haupt nicht, zwei Stock­werke hoch zu laufen und den Toner zu wech­seln. Denn wir warten meist nicht die ganze Zeit auf solche Anrufe.

Aber wie kann uns das Moni­to­ring hier helfen? Wir haben ja gerade Toner­füll­stände, Trom­meln etc. im Drucker als unkri­tisch erkannt und wollen keine Alarme. Bemerken also gar nicht, wenn der Toner zur Neige geht. Die Lösung ist ein intel­li­genter Alarm: Unter­schreitet der Toner­füll­stand einen bestimmten Wert, z.B. 95% wird der Toner kritisch und löst einen spezi­ellen Alarm aus. Dieser geht per Mail ans Ticket­system und per Antwort­mail wird der Alarm sofort bestä­tigt. Da muss natür­lich auch das Ticket­system mitspielen.

Jetzt sieht der Support ein unkri­ti­sches Ticket und kann den Toner entspannt tauschen, wenn er das nächste Mal in der Nähe ist.

So ist auf elegante Art beiden Seiten geholfen: Der Anwender kommt gar nicht mehr in die Situa­tion „Toner leer“ und der Support kann geplant reagieren, statt hektisch zu springen. Wären wir im Jahr 2000 und in der New Economy würden wir sagen: Eine echte Win-Win-Situation…

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